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Stell dich doch mal kurz vor!

Mein Name ist Dennis Wagner, CTO und einer der Gründer von Nevita Systems. Meine Leidenschaft sind die Medizin und IT, daher habe ich mich 2011 für ein Medizininformatikstudium an der Technischen Hochschule Brandenburg entschieden.

Was ist deine Aufgabe bei Nevita Systems?

Ich bin verantwortlich für die Entwicklung unseres Telemedizinsystems. Nevita ist ein preiswertes, mobiles und modulares telemedizinisches System zur Unterstützung der medizinischen Versorgung von Patienten, vorrangig in Entwicklungs- und Schwellenländern. Grundproblem ist, dass es sehr viele kranke Menschen, aber nur wenig Ärzte gibt. Für uns war klar: wir brauchen ein benutzerfreundliches System, um Entscheidungen von Pflegekräften oder Gesundheitspersonal in Entwicklungs- und Schwellenländern zu unterstützen.

Was machst du, wenn du nicht an Nevita arbeitest?

An weiteren innovativen Ideen tüfteln. Wir sind nicht nur ein Team, sondern auch sehr gute Freunde und machen viel gemeinsam, da bleibt es nicht aus, dass einer eine neue innovative Idee hat, die wir dann gemeinsam weiterentwickeln und dazu ein paar Bierchen trinken.
Wenn ich dann wirklich nichts für unser Startup mache, dann spiele ich Wasserball beim ASC Brandenburg 03. Wir trainieren 4-mal die Woche, abends im heimischen Marienbad. Wasserball ist im Grunde eine Mischung aus Rugby und Handball – halt nur im Wasser. Ansonsten lese ich sehr gern, wenn es zeitlich möglich ist, Bücher von Sebastian Fitzek und John Katzenbach.

Wie ist die Idee für das Startup entstanden?

Unsere Idee ist damals im Studium entstanden. Im Masterstudium hatten wir ein Fach mit dem Namen Telemedizinische Dienste. Wir haben in der Medizininformatik überdurchschnittliche viele ausländische Studierende, vorrangig aus Kamerun. Diese sind damals an unsere Professoren herangetreten und haben gesagt sie würden gern etwas für ihr Land machen. Gesagt, getan – könnte man sagen. In Kamerun gibt es eine sehr hohe Müttersterblichkeit, so entstand die Idee eine einfache, mobile und telemedizinische Lösung zu konzipieren. Einer unserer Professoren, Prof. Beck ist Gynäkologe, somit hatten wir die medizinische Expertise auch direkt vor Ort. So haben wir nun innerhalb von 8 Wochen, einen Prototyen mitkonzipiert. Dieser Prototyp ist dann mit unseren beiden Professoren, Prof. Beck und Prof. Schrader nach Kamerun geflogen. Dort wurde er auf verschiedenen Veranstaltungen vorgestellt und stieß dabei auf großes Interesse, wobei die Faktoren Mobilität, stationäre und zentrale Speicherung, Einfachheit sowie Preis besonders wichtig waren. Er nahm eine zentrale Rolle ein bei der Frage, wie durch telemedizinische Dienste die Gesundheitsversorgung auf dem Land verbessert werden kann.
Mit diesem positiven Feedback aus Kamerun haben wir dann beschlossen aus dem studentischen Projekt ein Produkt zu machen und eine Firma zu gründen.