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Stell dich doch mal kurz vor!

Mein Name ist Thomas Schrader und ich bin Co-Founder von Nevita Systems.

Seit vielen Jahren bin ich Professor an der Technischen Hochschule Brandenburg und arbeite dort in den Bereichen Telemedizin, Biosignalverarbeitung, wissenschaftliches Datenmanagement und Patientensicherheit. An der Charité Berlin studierte ich Medizin und machte meinen Facharzt in Pathologie. Später entschied ich mich noch für ein Studium der medizinischen Informatik, wo ich mich auch an verschiedenen eLearning-, Telemedizin- und Gesundheitsdatenprojekten beteiligte. Die Entwicklung des Nevita-Systems begann dann auch als ein Seminarprojekt in meinem Fach Telemedizin.

Was ist deine Aufgabe bei Nevita Systems?

Meine Aufgabe bei Nevita Systems ist die Entwicklung von langfristigen Strategien und der Integration von Innovationen in neue Produkte. Ausgehend von meinen wissenschaftlichen Aktivitäten entstehen zahlreiche Ideen, von denen ich einige in Nevita zur Diskussion stelle. Die Entwicklung des Triagierungsalgorithmus basiert auf meinen Vorarbeiten und derzeit arbeite ich an dessen Verbesserung.

Was machst du, wenn du nicht an Nevita arbeitest?

Diese Frage ist leicht zu beantworten: Lehre & Forschung. Ich bin an verschiedenen Aktivitäten zu den Themen Patientensicherung und eHealth beteiligt. Daraus gewinne ich dann wieder neue Anregungen, die ich in Nevita einbringen kann.

Was ist für die Zukunft geplant?

Aktuell stehen wir vor einer Systemumstellung, bei der wir unsere Nevita-Lösung neu aufsetzen. Zentraler Bestandteil ist nun ein Android Tablet. Dadurch maximieren wir die Mobilität, Einfachheit und die intuitive Handhabung enorm.
Forschungs- sowie Entwicklungsseitig wird planerisch künstliche Intelligenz eingebaut. Insbesondere in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern werden nicht selten Studenten oder aber nur bedingt ausgebildetes Pflegepersonal zum Dienst in Gesundheitszentren herangezogen. Diese bringen potentiell eine gesonderte Unsicherheit mit. Diese Pflegekräfte sollen zusätzlich unterstützt werden, in dem das Telemedizinsystem vom ersten Tag der Nutzung die gesamten Daten nicht nur auswertet, sondern nach einen zeitlichen Schwellwert den Nutzer aktiv hinweist, sofern unter regions-spezifischen Indikationen nur ein „Puzzleteil“ zu einem kritischen Event fehlt. So kann eruiert werden, ob sich der Patient tatsächlich in einer Notfallsituation befindet oder schlichtweg etwas aus Nervosität oder Ähnlichem vergessen wurde.

Zusätzlich wurde ein DAAD-Antrag in der Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Brandenburg und der Masinde Muliro University of Science and Technology in Kenia bewilligt, um die Lehre und Forschung in Afrika zu verbessern. Es soll die Ausbildung bzw. das Studium von Electronical-Medical Street Workern etabliert werden, welche vertiefende medizinische und telemedizinische Kenntnisse erlangen sowie auf und mit dem Nevita-Telemedizinsystem lernen und arbeiten sollen.